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Weshalb Kieferorthopädie
Weshalb eine kieferorthopädische Behandlung?
Kieferorthopädische Behandlungen haben funktionelle und/ oder ästhetische
Indikationen. Eine richtige Beziehung der Kiefer und eine gute Zahnstellung
mit entsprechender Verzahnung sind Voraussetzung für eine optimale
Funktion beim Kauen, Schlucken, Sprechen und für korrekten Mundschluss
und Atmung.
Zähne sind ein Blickfang. Schöne Zähne und eine gute Zahnstellung
lassen uns unbeschwert lachen und erhöhen das Selbstwertgefühl.
Von Natur aus gibt es eine grosse Variation von Zahn- und Kieferstellungen,
sowie Zahn- und Kieferformen. Nicht jede Abweichung von der Norm muss
unbedingt behandelt werden. Zahn- und Kieferfehlstellungen können
aber zu Problemen beim Abbeissen, Kauen, Schlucken, Sprechen und zu Schwierigkeiten
beim Mundschluss führen. Meistens werden Fehlstellungen auch als
ästhetisch störend empfunden.
Zahn- und Kieferfehlstellungen führen oft erst bei Erwachsenen zu
Problemen. So können sich z.B. Frontzähne verschachteln, d.h.
sich neu oder verstärkt übereinander schieben. Das Aussehen
wird zunehmend als unbefriedigend betrachtet und/oder es kommt zu funktionellen
Problemen.
Mit den uns heute zu Verfügung stehenden Prophylaxemassnahmen, bleiben
uns die eigenen Zähne in der Regel ein Leben lang erhalten. Wie auch
in allen anderen Bereichen des Körpers, verändert sich das Kauorgan
während des ganzen Lebens und damit verbunden ist häufig eine
Veränderung bzw. Verschlechterung der Zahnstellung.
Je besser die Zahnstellung, desto kleiner sind diese Veränderungen
und umso weniger kommt es langfristig zu funktionellen und/oder ästhetischen
Beeinträchtigungen.
Benötigt mein Kind eine Korrektur?
Es ist angezeigt, eine erste kieferorthopädische Abklärung
im Alter von 7 bis 8 Jahren durchführen zu lassen.
Bei Kindern lassen sich viele kieferorthopädische Probleme einfacher
und besser früh korrigieren und nicht erst, wenn das Kieferwachstum
sich verlangsamt hat. Eine frühe Behandlung kann bedeuten, dass aufwendigere
Massnahmen vermieden werden können.
Bestimmte Behandlungen brauchen viel Zeit und vor allem genügend
Wachstum. Bei spätem Behandlungsbeginn können die Probleme unter
Umständen nicht mehr optimal oder allenfalls nur noch in Kombination
mit Chirurgie gelöst werden.
Durch einen rechtzeitigen Untersuch beim Spezialisten erfahren die Eltern,
ob ein kieferorthopädisches Problem ansteht. Ist ein Problem diagnostiziert,
wird beurteilt, ob eine Behandlung zum jetzigen Zeitpunkt angezeigt ist
oder ob es sinnvoll ist zu warten, bis mehr bleibende Zähne in die
Mundhöhle durchgebrochen sind. Werden beim Untersuch keine Probleme
diagnostiziert, lernen die Eltern, ob allfällige Probleme sich noch
entwickeln können, oder ob die Notwendigkeit einer Behandlung unwahrscheinlich
ist.
Weshalb sollte die erste Abklärung mit 7 bis 8 Jahren stattfinden?
Im Alter von 7/8 Jahren sind genügend bleibende Zähne vorhanden
und genug Kieferwachstum hat stattgefunden, so dass der Kieferorthopäde
vorhandene Probleme diagnostizieren und zukünftige Probleme voraussehen
kann.
Im Alter von 7 Jahren sind in der Regel die ersten bleibenden Schneidezähne
und die ersten bleibenden Molaren (Stockzähne) in die Mundhöhle
durchgebrochen und Kreuzbisse, Engstände und vorstehende Zähen
können beurteilt werden.
Der Befund erlaubt die Beratung, ob eine Behandlung nötig ist oder
nötig sein wird und welches der beste Zeitpunkt für eine Behandlung
ist.
Was sind die Vorteile einer frühen kieferorthopädischen
Behandlung?
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Ermöglicht die Beeinflussung des Kieferwachstums |
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Ermöglicht die Korrektur der Kieferbreite |
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Ermöglicht das Halten oder Kreieren von Platz für die
durchbrechenden bleibenden Zähen |
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Ermöglicht die Beeinflussung der Durchbruchsrichtung bleibender
Zähne |
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Verkleinert das Unfallrisiko bei vorstehenden Oberkieferfrontzähnen |
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Erlaubt die positive Beeinflussung von Sprach- oder Schluckproblemen |
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Vereinfacht und/oder verkürzt möglicherweise spätere
Korrekturschritte |
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Verkleinert die Wahrscheinlichkeit von Durchbruchsstörungen
und Retention bleibender Zähne (Zähne die im Kieferknochen
stecken bleiben und nicht in die Mundhöhle durchbrechen können) |
Behandlung bei Erwachsenen. Ist es je zu spät für eine Behandlung?
Nein. Bei gesunden und sanierten Zähnen und bei gesundem Zahnhalteapparat
ist eine kieferorthopädische Behandlung praktisch immer möglich.
Viele kieferorthopädische Probleme können so leicht und so gut
bei Erwachsenen korrigiert werden wie bei Kindern. Kieferorthopädische
Kräfte bewegen die Zähne einer 60- jährigen Patientin oder
eines 60- jährigen Patienten in der gleichen Art wie die eines 12-
jährigen Kindes.
Komplizierende Faktoren, wie das Fehlen des Kieferwachstums bedingen eventuell
eine spezielle Behandlungsplanung.
Ca. 20% unserer Patienten sind erwachsen.
Wie unterscheidet sich eine Behandlung von Erwachsenen von der Behandlung
bei Kindern?
Beim Erwachsenen können das fehlende Kieferwachstum, allfälliger
Zahnfleisch- und Knochenschwund beim Zahnhalteapparat (Paradontalerkrankungen),
sowie abgenutzte, beschädigte und fehlende Zähne unter Umständen
Anpassungen der Behandlungsart und des Behandlungsresultates bedingen.
Kieferorthopädie ist vielleicht nur ein Teil einer umfassenden Behandlung,
an welcher z.B. die Familienzahnärztin, der Familienzahnarzt oder
auch ein Kieferchirurge beteiligt sind.
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